B2B Lead-Pipeline – 257 Firmenkontakte vollautomatisch
Spart Wochen manueller Recherche bei der B2B-Neukundenakquise. 6 n8n-Workflows sammeln Firmen aus deutschen Bibliotheksdatenbanken, Google Places und weiteren Quellen, reichern sie mit Kontaktdaten an und konsolidieren alles dedupliziert in einem Master-Sheet – 257 qualifizierte Leads für meinen Arbeitgeber.
Projekt auf einen Blick
vollständige Firmenkontakte automatisch ermitteln
Vertrieb & Akquise
n8n, Google Places, OpenAI, Sheets
abgeschlossen, produktiv im Einsatz
6 Workflows, 257+ Leads
Die Ausgangslage
Potenzielle neue B2B-Kunden gibt es viele – Verlage, Bibliotheken, Institutionen, Verbände –, aber wer sie konkret sind, wie sie heißen und wie man sie erreicht, war zunächst unklar. Die Firma druckt hochwertige Kataloge, Zeitschriften und Broschüren für Kunden aus Industrie, Handel und Verlagswesen, entsprechend breit ist das Zielkundenfeld.
Die Aufgabe: Aus einer langen Liste von Firmennamen automatisch vollständige Kontaktdaten ermitteln und strukturiert aufbereiten. Website, Adresse, Telefon, E-Mail, Ansprechpartner, Funktion. Für über 250 Firmen. Ohne manuelle Recherche.
Was früher Wochen manueller Recherche bedeutet hätte, erledigte die Pipeline in wenigen Stunden – vollautomatisch, ohne erfundene Daten.
Die Herausforderung
Automatisiert Kontaktdaten zu ermitteln ist einfach – automatisiert korrekte Kontaktdaten zu ermitteln ist die eigentliche Aufgabe. Web-Recherche liefert schnell Treffer, aber auch veraltete Adressen, falsche Ansprechpartner oder erfundene Angaben, sobald eine KI Lücken selbst auffüllt.
Hinzu kommt: Drei parallel laufende Quellen – Bibliotheksdatenbanken, Google Places und ein OpenAI-Agent – mussten am Ende in einem einzigen, duplikatfreien Master-Sheet zusammenlaufen, ohne bereits gepflegte Einträge zu überschreiben.
Ansprechpartner und Funktionen werden nur übernommen wenn sie eindeutig auf der Website gefunden werden. Lieber ein leeres Feld als eine falsche Person. Das war eine explizite Anforderung – und technisch die schwierigste zu erfüllen.
Die Lösung
Die Antwort ist eine dreistufige Pipeline: Zuerst sammeln drei unabhängige Workflows Firmen aus unterschiedlichen Quellen. Danach reichern zwei weitere Workflows sie mit Kontaktdaten aus dem Impressum an. Zum Schluss führt ein Konsolidierungs-Workflow alles dedupliziert in einem Master-Sheet zusammen.
Die Umsetzung
Die 3-stufige Pipeline
Datenmodell: Was pro Firma ermittelt wird
normalisiert und bereinigt
offizielle Domain, verifiziert
aus Impressum extrahiert
aus Kontakt-/Impressumsseite
direkte Adresse bevorzugt
nur wenn eindeutig gefunden
Position der Person
Herkunft + Prüfdatum
Die 6 Workflows im Detail
Ergebnis & Mehrwert
Die drei Kennzahlen zeigen den praktischen Nutzen: eine große, gepflegte Kontaktbasis ohne Duplikate – bei laufendem Betrieb ohne zusätzlichen manuellen Aufwand pro neuer Firma. Die Pipeline lässt sich auf weitere hundert Firmen skalieren, ohne dass sich der Rechercheaufwand mit erhöht.
Screenshots

Erkenntnisse
Kostenoptimiert: Ich habe gelernt, wie viel sich mit kostenlosen APIs abdecken lässt, bevor kostenpflichtige Quellen überhaupt nötig sind. lobid.org und die ZDB liefern ohne Limit und ohne API-Key – Google Places und Scrape.do kommen erst dort zum Einsatz, wo die freien Quellen nicht mehr weiterhelfen.
Impressum-First: Mir ist dabei klar geworden, dass das gesetzlich vorgeschriebene Impressum die zuverlässigste Quelle für valide Kontaktdaten ist – zuverlässiger als jede Kontaktseite. Seitdem priorisiere ich Impressum vor Kontaktseite vor Homepage.
Fehlerresistenz: Bei mehreren hundert Firmen ist nicht die Frage, ob ein einzelner Datensatz scheitert, sondern wann. Seitdem fange ich Fehler pro Firma ab, statt den gesamten Lauf zu stoppen.
Was für den Arbeitgeber als Kundenlisten-Projekt begann, ist für mich zur Blaupause für alle weiteren Lead-Projekte geworden. Die dreistufige Deduplizierung, das Upsert-Pattern und die Impressum-First-Strategie setze ich seitdem in jedem n8n-Workflow ein, der mit Firmendaten arbeitet.
Verwandte Projekte
Weitere automatisierte Workflows und Web-Apps gibt es in der Portfolio-Übersicht.