Eigenprojekt · Case Study

WIGALICHT — Eine Marke, die es nicht gibt

Eine vollständige Recruiting-Kampagne für ein fiktives Industrieunternehmen, komplett selbst entwickelt: Markenidentität, ein KI-gestütztes Keyvisual, Stellenanzeige, Messe-Rollup und Social-Media-Posts, alles aus einem Guss.

August 2026 · Eigenprojekt · 5 Formate · 1 Kampagnenidee

Projekt auf einen Blick

🎯
Ziel
Arbeitsprobe ohne Kundenbindung zeigen
👥
Zielgruppe
Personaler, potenzielle Auftraggeber
🛠️
Technologien
InDesign, Illustrator, Photoshop, ChatGPT
Status
Eigenprojekt, abgeschlossen
📦
Umfang
Logo/CI, 1 Keyvisual, Anzeige, Rollup, 3 Social-Posts

Die Ausgangslage

Fast 30 Jahre Print- und Mediengestaltung bei ppm Fulda haben eine ganze Menge Arbeitsproben hinterlassen: Flyer, Anzeigen, Visitenkarten, Kampagnen für unterschiedlichste Kunden. Zeigen darf ich davon so gut wie nichts: Kundenmaterial ist vertraulich, Namen und Bilder dürfen nicht nach außen.

Um trotzdem konkret zu zeigen, was gestalterisch in mir steckt, habe ich mir kurzerhand einen eigenen Kunden erfunden: WIGALICHT METALL GMBH, ein Industrieunternehmen, das nirgends existiert außer auf dieser Seite.

Die Herausforderung

Ein Logo ist schnell gezeichnet. Eine Marke, die auf einem A4-Bogen genauso funktioniert wie auf einem Messe-Rollup und im Instagram-Feed, das ist die eigentliche Aufgabe. Jedes Format hat andere Proportionen, andere Lesedistanzen, andere Aufmerksamkeitsspannen, und trotzdem muss am Ende überall sofort klar sein: Das ist WIGALICHT.

Die zweite Herausforderung kam über das Keyvisual dazu: Ein KI-generiertes Bild ist schnell erzeugt, aber roh meist nicht mehr als ein Ausgangspunkt. Die eigentliche Arbeit beginnt danach: Auswahl, Zuschnitt, Farbkorrektur, und die Entscheidung, wie Typografie und Layout ein einzelnes Bild zum tragenden Element einer ganzen Kampagne machen.

Warum fiktiv?

WIGALICHT METALL GMBH gibt es nicht. Kein echter Kunde, keine echte Stellenanzeige, keine echte Bewerbung, nur eine Idee, konsequent zu Ende gestaltet, um zu zeigen, wie ich arbeite, wenn ich freie Hand habe.

Die Lösung

Ausgangspunkt war eine einzige Kernidee: „Passt. Sitzt. Wigalicht.", ein Wortspiel aus technischer Passgenauigkeit und der Suche nach dem passenden Menschen. Aus dieser einen Zeile wurde konsequent alles andere abgeleitet: ein Signet aus drei ineinandergreifenden Formen, eine reduzierte Schwarz-Lime-Farbwelt, und ein Keyvisual zweier Metallteile, die exakt zueinander passen, mit einer sichtbaren Lücke genau in der Mitte, für „DU".

Die Umsetzung

Markenidentität

Das Signet baut sich aus drei Formen auf, die für Stabilität, Verbindung und Präzision stehen und zusammen eine Einheit ergeben; ein W, das gleichzeitig das Kampagnenversprechen illustriert: Erst im Zusammenspiel entsteht das Ganze. Dazu eine bewusst reduzierte Farbwelt aus Lime (#C3D200), Elfenbein (#F3F2EB) und einem fast schwarzen Metall-Ton, sowie eine klare Typografie-Paarung: Interstate für kraftvolle Headlines, Space Grotesk für Fließtext und Details.

KI-Keyvisual

Das Keyvisual ist keine Fotografie, sondern KI-generiert, aber die Bildidee, die Auswahl und die gesamte gestalterische Einbindung sind Handarbeit. Drei Schritte führen vom Rohmotiv zum fertigen Kampagnenbild:

1
KI-Generierung
Ausgangsmotiv als Basis für die Kampagnenidee, per ChatGPT-Bildgenerierung erzeugt.
2
Auswahl & Aufbereitung
Motiv gewählt, zugeschnitten und in der Tonalität optimiert.
3
Integration & Gestaltung
In die Markenwelt integriert und mit Typografie, Farben und Layout zum Kampagnen-Keyvisual entwickelt.

Anwendungen

Aus Marke und Keyvisual wurde eine kanalübergreifende Kampagne mit drei Stationen, die aufeinander aufbauen:

01
A4-Stellenanzeige (Print)
Alle Infos auf einen Blick: Position, Aufgaben, Benefits und Bewerbungsweg, kompakt auf einer Seite.
02
Messe-Rollup
Kampagnendesign aufs Hochformat reduziert: Claim und Keyvisual bleiben auch aus Distanz sofort erkennbar.
03
Social-Media-Set (3 Insta-Posts)
Eine Story in drei Posts: Aufmerksamkeit → Position & Tätigkeit → Arbeitgeber & Benefits, mit durchgängigem Call-to-Action.

Ergebnis & Mehrwert

Am Ende steht kein Bewerbereingang, sondern ein durchgängiges System: eine einzige Kernidee, konsequent heruntergebrochen auf fünf ganz unterschiedliche Formate (vom Signet bis zum Instagram-Post), ohne dass die Marke unterwegs ihre Identität verliert. Genau dieses Denken in Systemen statt Einzelstücken ist es, was ich in reale Kundenprojekte mitbringe.

Screenshots

WIGALICHT Markenidentität: Signet-Konstruktion, Farben und Typografie
Markenidentität: Signet-Konstruktion, Farben, Typografie
WIGALICHT KI-Keyvisual: Entstehungsprozess von Generierung bis Integration
KI-Keyvisual: vom Rohmotiv zum Kampagnenbild
WIGALICHT A4-Stellenanzeige
A4-Stellenanzeige, produktionsreif für den Druck
WIGALICHT Anzeige visualisiert in einer Zeitschrift
Anzeige im Kontext: Platzierung in einer Zeitschrift
WIGALICHT Messe-Rollup
Messe-Rollup: Kampagnendesign fürs Hochformat
WIGALICHT Rollup im Einsatz auf einer Messe
Rollup im Kontext: Einsatz auf einer Messe
WIGALICHT Social-Media-Set: drei aufeinander aufbauende Instagram-Posts
Social-Media-Set: drei Posts, eine Kampagnenidee
WIGALICHT Anzeige visualisiert auf einem Smartphone
Social-Media im Kontext: Anzeige auf dem Smartphone

Erkenntnisse

KI ist bei diesem Projekt Werkzeug geblieben, nicht Gestalter: Das rohe Bild aus ChatGPT war ein Ausgangspunkt, keine fertige Lösung: erst Auswahl, Zuschnitt und die Einbindung in ein durchdachtes Layout haben daraus ein Kampagnen-Keyvisual gemacht.

Ohne echten Kunden und ohne Briefing von außen zu arbeiten war ungewohnt, und genau deshalb aufschlussreich: Es zeigt, wie ich entscheide, wenn niemand sonst entscheidet.

Verwandte Projekte

Mehr zu meiner Print- und Mediengestaltungserfahrung gibt es im Artikel Zwischen Papier und Pixel, weitere Projekte in der Portfolio-Übersicht.

Häufige Fragen

Was ist WIGALICHT?

WIGALICHT ist eine vollständige, selbst entwickelte Recruiting-Kampagne für ein fiktives Industrieunternehmen (WIGALICHT METALL GMBH), ein Eigenprojekt von Janine Burek mit Markenidentität, KI-gestütztem Keyvisual, Stellenanzeige, Messe-Rollup und Social-Media-Posts.

Warum ist WIGALICHT ein fiktives Projekt?

Weil Kundenmaterial aus fast 30 Jahren Print- und Mediengestaltung bei ppm Fulda vertraulich ist und nicht gezeigt werden darf. Mit einem erfundenen Kunden kann Janine Burek trotzdem konkret zeigen, was gestalterisch in ihr steckt.

Was war die zentrale Kampagnenidee von WIGALICHT?

Der Claim „Passt. Sitzt. Wigalicht.", ein Wortspiel aus technischer Passgenauigkeit und der Suche nach dem passenden Menschen, aus dem Signet, Farbwelt und Keyvisual konsequent abgeleitet wurden.

Welche Rolle spielte KI bei WIGALICHT?

Das Keyvisual wurde KI-generiert und anschließend manuell weiterverarbeitet: Auswahl, Zuschnitt, Farbkorrektur sowie die Entscheidung, wie Typografie und Layout das Bild zum tragenden Kampagnenelement machen, blieben gestalterische Handarbeit.

Welche Formate umfasst die Kampagne?

Logo/CI, ein Keyvisual, eine Stellenanzeige, ein Messe-Rollup und drei Social-Media-Posts: fünf Formate aus einer einzigen Kampagnenidee.

Für wen ist das Projekt WIGALICHT gedacht?

Als Arbeitsprobe für Personaler und potenzielle Auftraggeber, um zu zeigen, wie Janine Burek arbeitet, wenn sie freie gestalterische Hand hat.